Geschichte - Neues Projekt

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Geschichte

Über uns

Diese Homepage hab ich für meinen treuen Freund und Seelentröster "Nanouk" gemacht.

Mein einsamer Bär kam 9 Wochen nach dem Tod von meinem Sohn zu mir. Er half mir durch eine schmerzhafte Zeit - er war Balsam für meine Herz.
Nuki war für mich und meinen Vater das größte Bindeglied neben all den anderen Gemeinsamkeiten. Wenn ich jetzt an beide denke, dann mit einem Lächeln und voller Sehnsucht.
Durch ihn ist mir wieder knallhart bewusst geworden, wie schnell man einen geliebten Wegbegleiter verlieren kann. Wenn alles gut läuft, fühlt man sich so selbstverständlich sicher - ist ja auch gut so - aber von einer Minute auf die andere kann das Schicksal wieder zuschlagen.
Ich dachte wir hätten noch mehr Zeit miteinander, denn seine Arthroseschmerzen in der Hüfte hatten wir mittlerweile im Griff.
Er benahm sich wieder wie ein Junghund und es machte uns Spaß ihn so unbeschwert zu sehen. So kleine Wehwehchen mit seinen 12 Jahren sind ja erlaubt und halb so schlimm.
Er ist/war einfach EINMALIG, wie jedes Lebewesen. Wir haben zusammen gepasst wie der Topf zum Deckel. Es fehlt ein Stück, man ist nicht mehr komplett.

Nanouk`s Markenzeichen war sein "weißer Stern am Po".

Seine Kosenamen waren: Nuki, Rentner, Seckele, Bär, Kapuziner .....


Meine Sternenkinder

Kim-Christin, 3 Wochen alt, +1996
Ryan Matthew, 1 Woche alt, +2001

Der Tag
(Samstag, 13.04.2013)


Nanouk hat in den letzten 2 Jahren sehr starken Muskelabbau an den Hinterläufen durch seine immer stärker werdende Arthrose in der Hüfte.
Bis Anfang 2013 kam er damit noch recht gut klar, bis am 7. Januar 2013 fast nichts mehr ging. Man sah, dass ihm jede Bewegung sehr stark weh tun musste, deshalb sind wir gleich zur Tierärztin. Sie gab ihm eine Schmerzspritze und für den weiteren Heilungsverlauf Cimalgex 80 mg. Mit diesem Medikament ging es mit Nanouk wieder richtig bergauf und er benahm sich wieder wie ein Frechdachs.
Vier Wochen später gab uns unsere Tierärztin andere Tabletten Namen's Trocoxil die günstiger wären. Uns war der Preis egal, aber na gut wenn die Ärztin meint. Dies war unser größter Fehler. Die Tablette half überhaupt nicht und wir konnten aber nicht wieder gleich auf die Alten umsteigen, weil sich der Wirkstoff noch über eine längere Zeit im Körper hält.
Jetzt musste Nanouk erst mal über 10 Tage ohne Schmerzmittel auskommen - es war die Hölle ihn so mit Schmerzen zu sehen. Endlich konnten wir ihm seine alten Tabletten wieder geben und bis zwei Tage vor seinem Tod ging auch alles gut damit. Er musste sich Abends übergeben, aber am nächsten Tag war wieder alles in Ordnung.
Dann kam der Freitagabend. Er hatte an diesem Abend gar keine Lust auf seine letzte Gassirunde. Mit Müh und Not konnte ich ihn zum aufstehen motivieren. Als wir endlich draussen waren, kam er nur mühsam vorwärts und pieseln wollte er auch nicht. Wieder Zuhause angekommen wusste ich dann auch wieso, denn sein Körbchen war ganz nass. Er machte auf uns auch schon einen leicht benebelten Eindruck. In der Nacht als ich kurz wach geworden bin hab ich ihn auch schwer schnaufen hören, mir aber leider dabei nichts gedacht. Am Morgen sah ich dann was in der Nacht geschehen ist. Nanouk hat wieder erbrochen und als er aufstehen wollte ging das Gleiche wieder von vorne los. Mein Mann und ich haben uns angezogen und die Hunde geschnappt um die erste Runde zu drehen.
Nuki kam mit allerletzter Kraft auf die Beine. Er schaffte es gerade noch ein paar Meter vom Haus weg, dann lief die Blase von alleine leer und danach brach er quasi auf der Straße zusammen. Nuki war nicht mehr ansprechbar und reagierte kaum noch. Wir fuhren schnell zur Nottierärztin und bekamen dort das Todesurteil für unseren
Rentner. Diagnose: aufgeplatzer Milztumor der auch andere Organe angegriffen hat und es hat sich bereits Blut im Bauchraum gesammelt. Er stand unter schwerem Schock und sein Kreislauf war im Keller. Schon beim Zusammenburch auf der Straße war er unterkühlt, die Ohren kalt und die Schleimhäute weiß.

Er lag auf dem Tisch in den Armen von meinem Mann und wir konnten nichts mehr für ihn tun als ihn gehen zu lassen!

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü