IBD - Neues Projekt

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IBD

Über uns

Unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED; Inflammatory Bowel Disease, IBD) versteht man wiederkehrende (rezidivierende) oder kontinuierliche entzündliche Erkrankungen des Darms.


IBD beim Hund
Oft wirken mehrere Faktoren gemeinsam als Auslöser der IBD.
• Veranlagung: bestimmte Rassen, wie zum Beispiel Boxer, Schäferhund oder Shar-Pei, leiden häufiger unter IBD. EIne Sonderform ist die chronische Darmentzündung, die bei Lundehunden auftreten kann (Wasting Syndrom).
• Überempfindlichkeit und Unverträglichkeit verschiedenster Futterinhaltsstoffe
• eine Fehlbesiedlung der Darmbakterien
• Stress
Die alles kann einen IBD-Schub auslösen (Inflammatory Bowel Disease, wie der Krankheitskomplex im Englischen genannt wird. Zu Deutsch: Syndrom des Entzündeten Darmes. Ein nicht gerade vielsagender Name für einen Symptomen-Komplex, unter dem immer mehr Hunde und ihre Menschen leiden …)

Symptome:
Hauptsymptom der IBD ist schleimig-blutiger Durchfall. Meist leidet der Hund unter schmerzhaften Bauchkrämpfen. Erbrechen und Gewichtsverlust sind möglich. Zu Beginn eines Schubes steigt die Häufigkeit des Kotabsatzes. Der Kot wird weicher, dünner und kürzer. Erkennt man anfangs nur Schleimauflagerungen auf dem Kot, können diese später auch blutig werden. In besonders heftigen Fällen wird fast nur noch blutiger Schleim ausgeschieden. Auch Erbrechen gehört mit zum Symptomenbild
Die gestörte Darmbarriere kann weitere Entzündungen ermöglichen. Hohes Fieber während eines akuten Schubes kann auf einen lebensbedrohlichen Zustand hinweisen. Auch der Pankreas, die Bauchspeicheldrüse, kann betroffen sein (akute Pankreatitis oder die chronischen Folgen, EPI beim Hund)

Therapie:
Zunächst müssen die aktuellen Krankheitszeichen behandelt werden. Schuldmedizinisch werden Fiebersenker, Antibiotika und Entzündungshemmer eingesetzt, um die chronische Entzündung zu unterdrücken. Also Nicht-Steroidale-Entzündungshemmer, Cortison, MCP-Tropfen®, Antibiotika, Säurehemmer …

Diät:
Hunde mit IBD müssen Diät halten. Oft lösen Allergien auf verschiedene Futtermittel die IBD aus. Kontakt mit diesem Futtermitteln kann einen neuen Schub auslösen. Ein Allergieprofil aus dem Blut auf Basis von Ig G nützt jedoch nichts, wie man auch beim Menschen weiß (siehe auch Artgerecht Tier).
Allergien können sich im Laufe der Jahre verstärken und auf weitere Nahrungsbestandteile ausweiten. Unverträglichkeiten und echte Allergien sind auch gegen Zusatzstoffe möglich. So sind kommerzielle Hundefutter schlecht kontrollierbar und als Ausschlussdiät oft erfolglos.

Eine Heilung der IBD ist in dem Sinne nicht möglich. Jedoch kann man den Schweregrad der Erkrankung sehr gut verringern und die Abstände zwischen den Schüben verlängern. Ein Hund mit IBD kann noch viele Jahre glücklich leben.


 
 
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